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Kultur

Sandra Hüller spricht über den Bachmann-Film

Sandra Hüller diskutiert die Herausforderungen und Chancen der Filmadaption von Ingeborg Bachmanns Werk. Ihr Blick auf Aneignung und Authentizität ist faszinierend.

Julia Schneider4. August 20261 Min. Lesezeit

Sandra Hüller, bekannt durch ihre eindrucksvollen Rollen in Film und Theater, hat sich intensiv mit der Verfilmung von Ingeborg Bachmanns Werk auseinandergesetzt. In einem aktuellen Interview äußert sie sich zu den großen Herausforderungen, die mit der Adaption von literarischen Texten verbunden sind. „Das wäre eine Form der Aneignung gewesen“, sagt sie und bringt damit die Komplexität des Themas auf den Punkt. Es geht nicht nur um die Übertragung von Worten auf die Leinwand, sondern auch um die Verantwortung, die man als Filmemacher trägt, eine Autorin wie Bachmann respektvoll und authentisch zu präsentieren.

Hüller erläutert, dass die Filmindustrie oft dazu neigt, bestimmte Aspekte von literarischen Figuren zu überbetonen oder zu vereinfachen. Bei Bachmann, deren Werke oft von einer besonderen Sensibilität geprägt sind, sei dies besonders problematisch. „Wir wollten den tiefen emotionalen Gehalt ihrer Texte einfangen, ohne sie ins Klischeehafte abzudriften“, erklärt sie. Diese Herausforderung erfordert nicht nur kreative Lösungen, sondern auch eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem, was doch oft zu einem Verlust an Originalität führen kann. Sie spricht auch über die vielen Gespräche und Workshops, die sie mit dem Regisseur und den Drehbuchautoren geführt hat, um den richtigen Ton zu finden und die Essenz von Bachmanns Schreiben zu bewahren.

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